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Presse

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2017

Berlin, Radialsystem V, Brahms-Zyklus, 1. Mai 2017

Der Tagesspiegel schreibt über den Brahms-Zyklus des Mandelring Quartetts im Radialsystem: „Zwei Tage nichts als Brahms, erst die drei Streichquartette, dann die Quint- und Sextette: ein Programm, in seinem enzyklopädischen und zugleich heiter-unverkrampften Charakter wie geschaffen fürs Radialsystem. Und fürs Mandelring Quartett, das sich gern dem Gesamtwerk eines Komponisten widmet und dafür gerühmt wird, zu den besten Quartetten der Welt zu gehören.“

Die Erweiterung des Quartetts zum Sextett durch Roland Glassl und Wolfgang Emanuel Schmidt kommentiert der Rezensent: „So ist nun jede Stimme doppelt besetzt, eine Ahnung von symphonischer Klangfülle durchzieht den Saal … und wüsste man nicht, dass hier zwei Gäste dabei sind, könnte man denken, die sechs träten schon seit Jahrzehnten zusammen auf, so sauber, bestechend klar und homogen ist das Klangbild – bis hin zur temporeichen Schlusscoda.“

Auf die beiden Sextette, die das Mandelring Quartett auch auf seiner neuesten CD vorgelegt hat, geht der Autor so ein: „Die strömende Melodik von Opus 18 setzen die Mandelrings mit einem in Bernsteinfarben schimmernden, klassisch ausgewogenen Timbre um …“ und „Atmende Crescendobögen dann auch bei Opus 36, mit dem herrlich lyrischen Hauptthema im Eingangs-Allegro, . Eine irrwitzig schnelle Stretta setzt auch hier den Schlusspunkt hinter einem inspirierenden Kammermusik-Nachmittag … Großer Jubel.“
(Tagesspiegel, Udo Badelt)


Berlin, Philharmonie, 22. Februar 2017

Der Tagesspiegel schreibt über den Brahms-Zyklus des Mandelring Quartetts im Radialsystem: „Zwei Tage nichts als Brahms, erst die drei Streichquartette, dann die Quint- und Sextette: ein Programm, in seinem enzyklopädischen und zugleich heiter-unverkrampften Charakter wie geschaffen fürs Radialsystem. Und fürs Mandelring Quartett, das sich gern dem Gesamtwerk eines Komponisten widmet und dafür gerühmt wird, zu den besten Quartetten der Welt zu gehören.“ Die Erweiterung des Quartetts zum Sextett durch Roland Glassl und Wolfgang Emanuel Schmidt kommentiert der Rezensent: „So ist nun jede Stimme doppelt besetzt, eine Ahnung von symphonischer Klangfülle durchzieht den Saal … und wüsste man nicht, dass hier zwei Gäste dabei sind, könnte man denken, die sechs träten schon seit Jahrzehnten zusammen auf, so sauber, bestechend klar und homogen ist das Klangbild – bis hin zur temporeichen Schlusscoda.“ Auf die beiden Sextette, die das Mandelring Quartett auch auf seiner neuesten CD vorgelegt hat, geht der Autor so ein: „Die strömende Melodik von Opus 18 setzen die Mandelrings mit einem in Bernsteinfarben schimmernden, klassisch ausgewogenen Timbre um …“ und „Atmende Crescendobögen dann auch bei Opus 36, mit dem herrlich lyrischen Hauptthema im Eingangs-Allegro, . Eine irrwitzig schnelle Stretta setzt auch hier den Schlusspunkt hinter einem inspirierenden Kammermusik-Nachmittag … Großer Jubel.“

um zweiten Konzert des Berlin-Zyklus im Februar schrieb der Rezensent von HUNDERT11 – Konzertgänger in Berlin, Albrecht Selge:
„Der Ton der Mandelrings zeichnet sich durch derartige Spannung und zugleich Zerbrechlichkeit aus, dass man fürchtet, da werde schon in den ersten Takten alles bersten: die Musik, die Seele des Hörers, die ganze Welt. Stattdessen singen und schreien sie sich aus, in Schrecken und unfassbar fahler Schönheit: Musik, Seele, Welt.“

Clemens Goldberg, vom Kulturradio des RBB bemerkt zu Bergs „Lyrischer Suite“:
„Keine Drama der Einsamkeit, sondern ein Liebesdrama zwischen Alban Berg und Hanna Fuchs spielt sich in seiner Lyrischen Suite ab. Wieder spielt das Quartett in fantastischer Ausleuchtung der hoch virtuosen Partitur, beklemmend das Flüstern des dritten Satzes, glühend die Liebesnacht.“

Die Berliner Zeitung schreibt:
„Einen Berg kann man auf zwei Arten spielen: kühl und analytisch oder mit großem Ton und Pathos. Das Mandelring Quartett kombiniert beides und  beherrscht die Partitur mit atemberaubender Präzision.“

Zum abschließenden Werk des Programms, Schuberts letztem Quartett in G-Dur ist bei Albrecht Selge zu lesen:
„Der Schubert des Mandelring Quartetts ist so beredt, dass er sprachlos macht. Sowas von schmerzlich, sowas von schön.“


München, Residenz, Max-Joseph-Saal, 31. Januar 2017

Zu Beginn seiner Rezension, die die Überschrift „Kammermusikkunst“ trägt, geht der Autor der Süddeutschen Zeitung, Harald Eggebrecht, ausführlich auf das F-Dur-Streichquartett des Brahms-Zeitgenossen Felix Otto Dessoff ein. Er beschreibt es als „liebenswürdig, satztechnisch anspruchsvoll, ohne aufgesetzte Gelehrsamkeit und nie epigonal“ und attestiert dem Mandelring Quartett „sichtlich Spaß, mit diesem eleganten Stück zu überraschen“.

Zum folgenden amerikanischen Quartett von Dvořák schreibt Eggebracht: „Die Musiker reizten es mit avancierter Kammermusikkunst aus, die Vitalität des Kopfsatzes, die immer berührende sehnsuchtserfüllte Weite des Lento, den rhythmischen Witz des Scherzo und das unwiderstehliche Feuer des Finales.“

Das Brahms-Quartett wurde in der Wiedergabe des Mandelring Quartetts „vor allem in den Ecksätzen eine düstere, auch zerklüftete c-Moll-Klangwelt.“ In der Romanze empfand der Rezensent eine „Wehmut bis ins Pianissimo, die Brahms’sche Musiklandschaften gerade in langsamen Sätzen oft prägt“. Damit kontrastierte „Charme und ein Hauch von tänzerischem Swing“ im dritten Satz und „zarte Kantilenenseligkeit“ in der Zugabe, dem Andante cantabile aus Tschaikowskys op. 11.
(Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht)

2016

München, Residenz, Max-Joseph-Saal, 15. November 2016

Beim Eröffnungskonzert der neuen Reihe des Mandelring Quartetts in der Residenz in München konnte man, so heißt es in der Rezension der Süddeutschen Zeitung, „erleben, weshalb die Formation seit längerem als eines der besten Streichquartette gefeiert wird.“ Der Rezensent Harald Eggebrecht führt aus, dies sei „die Mischung aus rhythmischer Spannung, großem Klangvolumen und individueller Virtuosität.“
Zu Brahms‘ B-Dur-Quartett bemerkt der Autor, „Andreas Willwohls emphatisches Violasolo im Agitato-Satz bleibt genauso im Gedächtnis wie der geradezu entspannt und leicht gebotene ‚Hornpipe‘-Anfang des ganzen Stücks.“ Die Zugabe, den Pizzikatosatz aus Claude Debussys Quartett, chrakterisierte er als „witzig, frei, brillant“.
(Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht)


Berlin, Philharmonie, 15. April 2016

Der Rezensent schreibt über das Klavierquintett ‚Hommage à Robert Schumann’von Paul Engel: Es „dominieren freie poetische und jazzige Klänge diese Traumreise … von so unmittelbar ansteckender Musikalität“ und setzt fort „Aus einer anderen Welt, einem Kosmos ohne Taktstriche scheint hingegen der Ur-Melos im Zentrum der Komposition herüberzutönen.“

Die Quintettbesetzung kommentiert Albrecht Selge „Der Pianist Ian Fountain gesellt sich an diesem Schumann gewidmeten Abend zum Mandelring Quartett im Kammermusiksaal. .. Sein Zusammenspiel mit dem Quartett ist so umsichtig und fein abgestuft, dass man sich wünscht, es möge ewig weitergehen. Schon im eröffnenden Allegro brillante von Robert Schumanns Klavierquintett Es-Dur op. 44 werden trotz Kraft und Frische (Clara Schumann) innehaltende Momente von fast tschaikowskyhafter trauriger Schönheit hör- und spürbar, die den folgenden langsamen Satz dann ja völlig dominieren: das vereinzelte Seufzen (besonders eindrucksvoll die schmerzlichherb klingende Bratsche von Andreas Willwohl) und das gemeinsame Seufzen in den schwerelos aufsteigenden Inseln der Erinnerung – ein Triumph der perfekt abgestimmten Agogik des Quartetts und ihres Gastes.“

Zum ersten Werk des Konzerts äußert sich der Autor „Ein Muster an Spielkultur war bereits Schumanns Streichquartett a-Moll op. 41,1, mit dem die Mandelrings noch ohne Gast den Abend eröffneten: Unsagbar sanft sinken sie in die Andante espressivo-Einleitung dieses Stücks hinein, in dem alles singt, jede Fuge wie ein Kanon klingt. Wunderschön das zum Zerreißen gespannte Adagio. Als im Presto-Finale, kurz vor Schluss, die rasanten Abwärtsläufe innehalten, die Welt stehenbleibt in atemlosem Schumannglück, erinnert nur ruchloses Handybimmeln den Hörer daran, dass er sich noch im Diesseits befindet.
(hundert11 Konzertgänger in Berlin, Albrecht Selge)


Berlin, Philharmonie, 24. Februar 2016

Der Rezensent der Berliner Zeitung beginnt seine Besprechung des Eröffnungskonzertes des Berlin-Zyklus in der Philharmonie mit „Das Mandelring Quartett aus Neustadt an der Weinstraße gehört seit fast zwei Jahrzehnten zu den weltbesten Ensembles seiner Art.“ und äußert sich danach zum neuen Quartettmitglied „Seit dieser Spielzeit ist Andreas Willwohl der vierte im Bunde. In Berlin ist er nicht unbekannt, er war bis 2012 als Solobratschist des Rundfunk-Sinfonieorchesters einer der prägenden Musiker dieses Orchesters. Für das Quartett ist er ein Glücksfall. In das Ensemble der vier gleichberechtigten, sich individuell artikulierenden Stimmen fügt sich sein präsenter Bratschenton auf eine so selbstverständliche Weise ein, dass man verblüfft ist über ein paradoxes Erlebnis: eine neue Stimme, die das große Potential dieses Quartetts im Ganzen neu erfahrbar macht.“

Schostakowitschs 8. Quartett, das an zweiter Stelle des Programms stand, bezeichnet Martin Wilkening als „eines der Meisterwerke des zwanzigsten Jahrhunderts, restlos überzeugend, wenn es so konzentriert gespielt wird, wie vom Mandelring Quartett“ und setzt fort „Einen geradezu wilden Klangrausch, der aber nie brutal wirkte, entfachten die Musiker in den Außensätzen des 1. Brahms-Quartetts. … Den gleichen souveränen und beeindruckenden Blick auf die Gesamtarchitektur des Stückes zeigten die Mandelrings auch in Beethovens drittem Quartett aus op. 18, dem lyrischsten Stück dieser Werkgruppe. Die Tempi der Sätze besaßen eine seltene Stimmigkeit, nicht nur durch die Beziehung aufeinander, sondern auch durch das Ergreifen der Charaktere ganz aus ihrem Inneren heraus, nicht zu schnell der erste Satz, nicht zu langsam das Andante – meisterhaft, und doch voll Temperament.
(Berliner Zeitung, Martin Wilkening, 25.02.2016)

2015

Stuttgart, 13. Januar 2015

Die Stuttgarter Zeitung überschreibt ihre Rezension eines Abends mit drei Streichsextetten „Exaltiert, süffig und tollkühn“.
Der Rezensent merkt zu Brahms‘ G-Dur-Sextett an „Dabei zeigt sich neben dem homogenen und kompakten Klangbild der zweite Vorzug dieses begeistert gefeierten Abends: Die Musiker riskieren viel“ … und urteilt, dass diese offensive und pralle Musizierweise fesselt.
Die Besprechung endet bezogen auf Tschaikowskys Streichsextett Souvenir de Florence „Geradezu entrückt wirkt dagegen der wehmütig schimmernde zweite Satz mit sattem, emphatisch aufgeladenem Ton, der aus den eng verblendeten tieferen Stimmen entsteht und selbst die Höhenlagen der Violinen perfekt gerundet einbettet. Ein tollkühner Kehraus war dann die rasante Motorik des Finales mit gewaltiger Sogwirkung, wofür es wohlverdiente Beifallsstürme gab.“
(Stuttgarter Zeitung, Markus Dippold, 15.01.2015)

2014

Bonn, 10. Dezember 2014

Die Bonner Rundschau titelte ihre Rezension „Musikalisches Feuerwerk“ und setzte fort:
„Zu einem musikalischen Ereignis wurde das Konzert am Mittwoch im Kammermusiksaal, in dem das Mandelring Quartett um Mirjam Tschopp, Viola, und Maximilian Hornung, Cello, erweitert im Sextett musizierte. Nicht nur die – schon wegen der ungewöhnlichen Besetzung entlegenen Literatur – Strauss, Brahms und Tschaikowsky – war Zündstoff für ein musikalisches Feuerwerk, sondern vor allem die hohe Interpretationslust, die Sebastian Schmidt und Nanette Schmidt (Violine), sowie Roland Glassl, (Viola) und Bernhard Schmidt (Violoncello) mit den beiden Gästen an den Tag legten.“
Das Sextett Capriccio von Richard Strauss war für die Rezensentin eine „prächtige Ouvertüre“, Brahms‘ G-Dur-Sextett beschrieb sie als „Flackernd und lebhaft im Kopfsatz, folkloristisch im Scherzo, das in einen stürmischen Walzer mündete, gefolgt von stringenter, rhythmisch pointierter Wiedergabe der beiden Schlusssätze“.
(Bonner Rundschau, Felicitas Zink, 13.12.2014)

Der Generalanzeiger konstatierte eine „kammermusikalisch dichte ‚Konversation‘, wie man sie selten nur erlebt“, charakterisierte Brahms‘ Sextett als „energetisch reich, stimmlich sorgfältig“ und schrieb zu Tschaikowskys SextettSouvenir de Florence „In schwelgerischem Tonfall wurden wahre Gefühlsstürme entfesselt … furios!“
(General-Anzeiger Bonn, Fritz Herzog, 12.12.2014)


Berlin, 30 Jahre Mandelring Quartett, Geburtstagskonzerte „3 aus 30“, 11.-13 Juli 2014

Über das Ereignis wurde von den großen Berliner Zeitungen und vom Rundfunk berichtet.
Die Berliner Zeitung beginnt ihre Rezension: “Seit seiner Gesamteinspielung sämtlicher 15 Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch gehört das Mandelring-Quartett zu den aufregendsten Quartetten der Welt. Die in diesem Jahr abgeschlossene Gesamtaufnahme aller Streichquartette von Felix Mendelssohn Bartholdy hat seinen Ruf noch vermehrt: Unbekümmert um die Klischees formaler Ausgewogenheit und harmonischer Glätte geht das Mandelring-Quartett aufs Ganze und zeigt, wie ausdrucksvoll und radikal dieser anscheinend so ausgeglichene Komponist sein konnte.“ Zum Quartett von Ligeti im ersten Konzert schreibt der Rezensent: „Unglaublich, wie souverän hier mit Tonfällen gespielt wird, wie Figurationen in Klang und Klang in Figurationen übergeht, wie beim Spiel heftiger Akkorde und plötzlicher Pausen auch szenische Elemente einbezogen werden und ein skurriler Humor um sich greift, der bei aller Bartók-Nähe den späteren Ligeti vorwegnimmt.“

Der Tagesspiegel rezensiert das letzte Werk des Auftaktkonzertes: „Schuberts d-Moll-Quartett ‚Der Tod und das Mädchen‘ ist gewiss die populärste Wahl – und offenbart in der Mandelring-Interpretation doch genau jene bewegende Polarität von Todesangst und -lust, die auch das von Schubert vertonte Claudius-Gedicht ausmacht.“ Zur Konzertsituation bemerkt die Rezensentin: „Den dicht im Kreis um das kleine Musikerpodium gruppierten Zuhörern teilt sich die spielerische Leidenschaft hautnah, ohne Reibungsverluste mit …“

Die Berliner Morgenpost schreibt: „In dreißig Jahren sind die Musiker des renommierten Mandelring Quartetts so stark zusammengewachsen, dass sie nahezu synchron Luft holen. Sie sprechen mit einer einzigen Stimme, fühlen mit einem einzigen weiten Herzen“. Und sie setzt fort: „Immer wieder mischt sich spielerische Leichtigkeit in den hochkonzentrierten Ausdruckswillen des Mandelring Quartetts.“

Das RBB Kulturradio kommentierte Beethovens f-Moll-Quartett op. 95, das den Geburtstagszyklus eröffnete: „Hier war sofort spürbar, was das Mandelring Quartett auszeichnet: Bei aller Erfahrung und gewissenhafter Probenarbeit ist die Musik nie kopflastig; alle lassen das Wissen um Strukturen hinter höchster Sinnlichkeit verschwinden. Da wird nicht etwa vorsichtig über das Seil balanciert, sondern draufgängerisch gesprungen und getanzt.“ Zu Schuberts „Der Tod und das Mädchen“  sagte der Rezensent des Kulturradio: „Die vier Musiker gingen den Brocken klug an. … Es wirkte sehr streng, aber an den entscheidenden Stellen explodierte die Musik. Beeindruckend zu sehen, wie die Musiker fast szenisch agierten und sich die Motive nur so zugeworfen haben wie einen Ball, der über mehrere Stationen gespielt wird. Bei keinem der aktuellen Quartette spürt man das so wie beim Mandelring Quartett, und man wurde geradezu gezwungen, beim Hören mit den Musikern mitzuatmen – eine richtige Sogwirkung entfaltete sich hier.“


Berlin, 6. Mai 2014

Unter der Überschrift „Kaltstart auf 180“ konstatiert Christiane Peitz zum dritten Konzert des Berlin-Zyklus, in dem Mirjam Tschopp, Viola, und Gustav Rivinius, Violoncello mitwirkten: „Das Mandelring Quartett holt sich im Kammermusiksaal zwei Gäste dazu – und liefert einen klangsatten, furiosen Abend“ – den sie weiterhin so beschreibt: „Folgen wahnwitzige Accelerandi und virtuos verstrickte Kontrapunktik samt finaler Raserei, die aber punktgenau ins Ziel führt.“
(Der Tagesspiegel, Christiane Peitz, 7.05.2014)


Berlin, 27. März 2014

Zum zweiten Konzert des Berlin-Zyklus bemerkt der Rezensent: „Sie entwickeln von innen, und zwar ganz zwanglos, eine wahrhafte Größe, die über den reinen Akt des Musizierens hinausweist auf etwas Urmenschliches, Reines, Angreifendes. … Ein Glücksmoment, von Bravi belohnt.“
(Der Tagesspiegel, Christian Schmidt, 29.05.2014)


Berlin, 15. Januar 2014

Über das erste Konzert vom Januar schreibt der Tagesspiegel: „das Mandelring Quartett gehört auf seinem Gebiet zweifellos zur Weltspitze. Unbezwingbare Virtuosität und lupenreine Intonation sind hier lediglich perfektes Handwerk.“ und setzt fort: „Charmant und voller Esprit entwickeln sie eine Energie, die einen fast erwarten lässt, dass die Musiker gleich von ihren Stühlen aufspringen. Beglückend ist das und wert, als Maßstab intensiven Musizierens weit über dieses außergewöhnliche Konzert hinaus in Erinnerung zu bleiben.“
(Der Tagesspiegel, Christian Schmidt, 17.01.2014)

2013

Mendelssohn-CD Vol. II, 15. November 2013

Die Neue Zürcher Zeitung rezensiert die zweite CD der Mendelssohns-Gesamtaufnahme mit den Quartetten op. 44/1, 44/2 und 80:
„Fulminant ist gar kein Ausdruck. Wie ein Stromschlag fährt einem die Musik ins Mark, buchstäblich mit dem ersten, Herz und Hirn elektrisierenden Takt, ohne jede Vorwarnung: die Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, die das deutsche Mandelring-Quartett unter äusserster Hochspannung spielt, hitzig, fiebrig – brandgefährlich!“, und fährt fort:
„nicht erst das späte f-Moll-Quartett mit seiner alles niederbrennenden Expressivität, schon die früheren Quartette aus Opus 44 mischen in den jubilierenden Ton einen Beiklang von Verzweiflung; die hell aufflammende Lebensfreude ist zuweilen von panischem Schrecken kaum zu unterscheiden. Zumindest wenn die Musik so erbarmungslos leidenschaftlich, extrem virtuos und radikal rasant musiziert wird wie in dieser phänomenalen Aufnahme, mit der das Mandelring-Quartett seine Gesamteinspielung der Mendelssohnschen Streicher-Kammermusik fortsetzt.
(Neue Zürcher Zeitung, wst, 15.11.2013)


Kempten, 13. Mai 2013

„Noch reifer, ergreifender, vollendeter geht’s nicht.“ Weiter schreibt die Allgäuer Zeitung zum Quartett op. 109 von Max Reger „… so bezwingend, wie das Mandelring Quartett die große Schlussfuge spielte, konnte sich kein Zuhörer der Macht dieser Musik entziehen.“
(Allgäuer Zeitung, Rainer Schmid, 15.05.2013)


Berlin, 19. Februar 2013

Zum Eröffnungskonzert des Berlin-Zyklus 2013 des Mandelring Quartetts schreibt die Berliner Zeitung:
„So durchsichtig, detailgenau und mit einem rhythmischen Zug, der die Zusammenhänge erfasst, meint man den ersten Satz in diesem Augenblick zum ersten Mal richtig zu hören. Seine Dynamik erscheint beim Mandelring Quartett in atemberaubender Differenziertheit …“
(Berliner Zeitung, Martin Wilkening, 21.02.2013)

Ulrich Amling äußert sich im Tagesspiegel wie folgt: “ … dem Mandelring Quartett gelingt im Kammermusiksaal ein nobler Tonfall größter Durchdringung, der das Detail über das Drama stellt. Nie gerät schroff, was doch zerbrochen ist, nie enervierend, was sich nicht mehr kitten lässt. Mit dem Alban Berg Quartett, zu dessen Erben die Mandelrings bereits ausgerufen wurden, hat dieses Spiel nichts gemein. Hier weht eigener, nicht geborgter Geist.“
(Tagesspiegel, Ulrich Amling, 21.02.2013)

Die Rezensentin des Neuen Deutschland bemerkt: „Mit seiner Klangkultur geht das Quartett einen goldenen Mittelweg: Weder kommt es akademisch blass daher, noch beschränkt es sich auf naive Spielfreude. Leidenschaft und ein feines Bewusstsein für Spannungs- und Formverläufe gehen Hand in Hand. Das Quartett „Der Tod und das Mädchen“, das der schwerkranke Schubert mit 26 Jahren schrieb, führt das Mandelring Quartett als düsteren, bitteren Totentanz auf. Derart fahl und matt hat man den Beginn des Variationensatzes noch nicht gehört. Umso eindringlicher wirken die Stellen sich aufbäumender Leidenschaft, die dann doch wieder in melancholischer Resignation zusammen sinken.“ (Neues Deutschland, Antje Rößler, 27.02.2013)


„Meisterhaftes Quartett. Perfekt bis ins Detail“ (Hamburger Abendblatt)

„Atemberaubende Virtuosität und schier unglaubliche Homogenität. Ein Quartettabend der Superlative.“ (Süddeutsche Zeitung)